Mathias Stempell

Schreibt für den Vorstand der JUMI KINDERHILFE e.V.

Weihnachtsaktion für Kinder

Gibt es Kinderarmut im Vogtland?Weihnachtsspenden fuer Kinder im Vogtland

Immer mehr Menschen leben auch im Vogtland am Rande des Existenzminimums. Und dass, obwohl sie arbeiten gehen. Manche alleinerziehenden Eltern haben sogar 2 Jobs. Aber bei 3 Kindern reichen auch zwei 450 Euro Beschäftigungen nicht wirklich aus. Hilfen vom Jobcenter gibt es auch nicht, da das eigene Einkommen knapp über der Einkommensgrenze liegt. Da muss manches auf der Strecke bleiben oder immer wieder aufgeschoben werden.

Auch im Vogtland lebt inzwischen jedes 5. Kind in Armut und ist abhängig von ALG II.

Zum Beispiel wie bei Victoria. Sie lebt allein in der kleinen 3-Zimmer-Wohnung mit ihren drei Kindern. Die beiden Kleinsten teilen sich ein Zimmer. Jeromie, 7 Jahre alt, hat als ältestes Kind einen eigenen Raum bekommen. Victoria schläft in der Wohnstube auf der Klappcouch. Für mehr Wohnkomfort hat sie momentan kein Geld.

Der Vater von Jeromie verließ sie schon wenige Wochen nach der Geburt seines Sohnes. Er hatte „keinen Bock“ für eine Familie Verantwortung zu übernehmen. Durch die vielen Jahre ohne festen Job und nur hin und wieder ein als Bauhelfer kurzzeitig Arbeit zu haben, hatten ihn schon genug frustriert. Er wollte sich keine weiteren Probleme ans Bein binden. Eines Tages war er einfach weg. Unterhalt für seinen Sohn hat er bis heute auch nie gezahlt.

Es dauerte auch nicht lange, bis sie ihren neuen Partner auf einem Stadtfest kennen lernte. Am Anfang lief alles gut. Er war sehr nett und kümmert sich so gut es ging um die kleine Familie. Sie hatten so große Pläne. Bis die Zwillinge Josie und Julia zur Welt kamen. Sie verlor ihren Aushilfsjob und er hing immer mehr bei seinen Kumpels ab. Immer öfter betrank er sich und, wenn sie ihn darauf ansprach, wurde er handgreiflich. Erst nur gegen sie, dann auch gegen die Kinder. Sie konnte dem nicht viel entgegen setzten, denn in Gegenwart ihrer Männer fühlte sie sich immer klein und hilflos.
Als die Gewalt und die Wutausbrüche gegen die Kinder zunahmen zog sie die Reißleine. Ihr „Lebenspartner“ hatte am Abend zuvor in angetrunkenem Zustand die Spielsachen der Kinder zertrümmert. Er bezeichnete es als notwendige Erziehungsmaßnahme für das nicht aufgeräumte Kinderzimmer.

Wir möchten diese Familien helfen und den Kindern eine Freude zu Weihnachten machen. Dabei stehen auf den Wunschzetteln nicht nur die klassischen Geschenke wie Puppen oder Baukästen. Oftmals sind es dringend benötigte Sachen, wie Winterbekleidung, ein Schreibtisch mit Stuhl oder ein Kinderzimmerschrank.

Sie können mithelfen und Freude verbreiten. Denn Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.Button jetzt spenden

 

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