Warum kommt Ketchup so schwer aus der Flasche?

Warum kommt Ketchup so schwer aus der Flasche?

Bremen (AfK) - Das kennen viele: Erst will der Ketchup nicht aus der Flasche kommen, und dann haben wir plötzlich viel zu viel auf dem Teller. Wieso aber ist das so?

Warum kommt Ketchup so schwer aus der FlascheFachleute wissen darauf eine Antwort. Sie sagen: Der Ketchup ist keine normale Flüssigkeit. Erst wenn wir schütteln, setzt er sich in Bewegung. Solche Flüssigkeiten haben einen sehr komplizierten Namen. Die Experten sprechen von einem thixotropischen Fluid. Das sind Flüssigkeiten, die ihr Fließverhalten ändern, wenn Kräfte einwirken. Jeder von uns hat es beim Ketchup schon erlebt. Kommt aus der Flasche nichts heraus, dann beginnen wir zu schütteln. Dadurch wirken Kräfte auf den Ketchup ein. Und schwups, kommt gleich ganz viel auf einmal. Der Ketchup fließt.

Die Experten sagen: Der Ketchup ist anders gebaut als zum Beispiel Wasser oder Apfelsaft. Um das zu verstehen, müssen wir wissen, dass die Flüssigkeiten aus Molekülen bestehen. Das sind winzige Teilchen. Bei sehr flüssigen Stoffen wie Wasser sind diese Moleküle nur schwach miteinander verbunden. Umso fester sie zusammenhalten, desto zähflüssiger ist der Stoff. Wasser oder Apfelsaft verändern sich nicht, wenn wir sie schütteln und somit Kräfte auf sie einwirken. Beim Ketchup ist das anders. Bei ihm sind die Moleküle miteinander verhakt. Deswegen kommt der Ketchup so schlecht aus der Flasche. Er fließt nicht. Schütteln wir ihn und üben Kraft auf ihn aus, dann verändert sich etwas. Die Verbindungen zwischen den Molekülen lockern sich. Und das sorgt dafür, dass der Ketchup aus der Flasche kommt. Er kann sich bewegen.

Beenden wir das Schütteln, dann entspannen sich die Moleküle wieder und die alte Struktur kehrt zurück. Greifen wir das nächste Mal zur Ketchup-Flasche beginnt also alles wieder von vorne.

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Kinder- und Familienfest

Parkeisenbahn im Dauerbetrieb

Kinderfest 2016 1Hoher Andrang herrschte heute am ersten Tag auf dem Kinder- und Familienfest an der Parkeisenbahn in Plauen. Die Bahnen fuhren im 3 Minuten Takt, um alle Gäste zur Festwiese zu bringen. Zu sehen gab tolle Attraktionen und Darstellungen und für die kleinen und großen Gäste wurde viel zum mitmachen angeboten. Ganz gleich ob Bierkastenklettern, Ponyreiten, malen und basteln oder Minicars fahren. Es war für jeden etwas dabei. Zur Unterhaltung gab es unter anderem einen Zauberer, ein Kindertheater und das Tanzstudio-Plauen e.V. (hier im Bild).

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Werden Schnecken mit Haus geboren?

Werden Schnecken mit Haus geboren?

Berlin (AfK). Wenn Kinder draußen spielen, finden sie manchmal ein Schneckenhäuschen. Doch wie ist das eigentlich? Haben die Tiere das von Geburt an?

Werden Schnecken mit Haus geborenFachleute wissen die Antwort. Sie sagen: Schnecken bekommen nur selten lebende Jungen. Die meisten Arten legen Eier. Die unterscheiden sich in der Farbe und der Größe. Manche Schnecken packen die Eier in die Erde. Andere kleben sie an Wasserpflanzen, Steine oder Holz. Schlüpfen die Mini-Schnecken dann aus dem Ei, dann haben sie ihr Häuschen schon am Körper.

Solange die Schnecke wächst, wächst auch das Haus mit. Schließlich muss sie darin Platz haben. Ist die Schnecke ausgewachsen, dann bleibt das Haus, wie es ist. Bei manchen Arten hört das Wachstum einfach auf. Bei anderen ist es so, dass neue Schichten unten an der Mündung rankommen. Daher ist bei älteren Schnecken das Häuschen dort dann dicker.

Anders als wir können Schnecken ihr Haus nicht verlassen. Sie haben es immer dabei und können nicht ohne losziehen. Haus und Körper sind fest miteinander verbunden. Wenn wir draußen im Garten ein leeres Schneckenhäuschen finden, dann kommt die Schnecke nicht zurück. Sie lebt dann nicht mehr. Sie kann schon alt gewesen sein. Oder aber sie wurde von einem Feind gefressen.

Obwohl Schnecken ein Häuschen haben, müssen sie sich im Winter vor Frost schützen. Sonst würden sie erfrieren. Sie kriechen zum Beispiel ins Moos unter dichtem Gebüsch. Viele verschließen ihr Häuschen mit einem Kalkdeckel. Den können sie später im Frühjahr wieder abwerfen. Manche Schnecken haben kein Häuschen. Diese Nacktschnecken verkriechen sich im Winter in den Boden, wo Frost nicht hinkommt.

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Wir suchen Helfer/innen

Wir suchen ehrenamtliche Helfer/innen

Wir suchen ehrenamtliche Helfer Sie arbeiten gern mit Kindern, haben berufliche Erfahrungen im pädagogischen Bereich oder bereiten sich gerade auf einen Beruf in diesem Umfeld vor und wollen sich gelegentlich ehrenamtlich angagieren?

Willkommen bei der Kinderinsel. Wir suchen genau Sie!

Wir mögen keine langen Sitzungen sondern Spaß an der Sache und achten auf ein familiäres Klima in unserem Verein. Wir suchen Menschen die gern kreativ sind oder auch mal mit anpacken können.
Wenn Sie jetzt noch in Plauen oder in der näheren Umgebung wohnen und sich angesprochen fühlen, dann rufen Sie uns an (03741-406629) oder schreiben Sie uns eine Mail ().

Wir freuen uns auf Sie.

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Macht Nestwärme träge

Macht Nestwärme träge?

Psychologen belegen, dass eine unterstützende Familie bürgerschaftliches Engagement von Jugendlichen verhindern kann

Macht Nestwaerme traegeJugendliche, die viel elterliche Wärme und Unterstützung erleben, engagieren sich im jungen Erwachsenenalter seltener bürgerschaftlich als Altersgenossen, die weniger Zuwendung erhalten haben. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Forschern der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Deutschland) und der Universitäten Jyväskylä und Helsinki (Finnland), die im Journal of Youth and Adolescence erschienen ist (DOI:10.1007/s10964-016-0511-5). Der überraschende Befund stellt die verbreitete Vorstellung infrage, dass positives Erziehungsverhalten in jedem Fall positive Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen in nahezu allen Lebensbereichen hat.

Als freiwillige Helfer in Krisenregionen oder in sozialen Projekten arbeiten, Petitionen verfassen und sich an politischen Debatten und Demonstrationen beteiligen - für bürgerschaftliches Engagement gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten. "Solche Aktivitäten sind für das Funktionieren einer jeden Demokratie wichtig, selbst wenn es im Inhalt des Engagements von Land zu Land Unterschiede gibt", sagt Dr. Maria K. Pavlova von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. So sei es in den USA weitaus verbreiteter, Bedürftigen durch eigene Bemühungen zu helfen, als es in Kontinentaleuropa der Fall ist, wo der Staat in dieser Verantwortung gesehen wird, erläutert die Entwicklungspsychologin. "Davon unabhängig sind Faktoren, die bürgerschaftliches Engagement generell fördern, etwa ein hoher Bildungsstand, offenbar allgemeingültig."

Vor allem elterliche Wärme und Unterstützung im Rahmen einer "autoritativen Erziehung" tragen dazu bei, dass Jugendliche fürsorglich, vertrauensvoll und sozial verantwortungsbewusst aufwachsen. Und das - so die bisherige Annahme - erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Jugendlichen im späteren Leben bürgerschaftlich engagieren. Doch, so haben Dr. Pavlova und ihre Kollegen Prof. Dr. Rainer K. Silbereisen (Jena), Dr. Mette Ranta und Prof. Dr. Katariina Salmela-Aro (Jyväskylä und Helsinki) nun herausgefunden, das Gegenteil ist der Fall. In ihrer soeben veröffentlichten Studie präsentieren die Forscher Ergebnisse, die zeigen, dass die im Jugendalter erlebte elterliche Unterstützung eine signifikant geringere politische Teilhabe bis zu 10 Jahren danach vorhersagte. Mehr wahrgenommene Unterstützung der Eltern im jungen Erwachsenenalter bedingte zudem eine seltenere Ausübung von Freiwilligenarbeit zwei Jahre danach.

Daten aus Finnland auf andere Länder übertragbar

Ihre Aussagen stützen die Psychologen auf die Untersuchung von mehr als 1.500 finnischen Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe (im Alter von 16 bis 18 Jahren zu Beginn der Befragung und 25 bis 27 Jahren an deren Ende). "Ähnliche Effekte sind aber auch in einer deutschen Stichprobe aufgetreten", sagt Maria Pavlova. Das zeige, dass sich die aktuellen Daten aus Finnland durchaus auch auf die Situation in anderen Ländern übertragen lassen.

Als Gründe für die erhaltenen Befunde vermuten die Forscher eine Mischung aus verschiedenen Faktoren. "Einerseits sehen finnische Eltern bürgerschaftliches Engagement weder als notwendig für Erfolg auf dem Arbeitsmarkt noch als moralisch verpflichtend, da der finnische Staat viele soziale Leistungen zur Verfügung stellt", erläutert Maria Pavlova. "Andererseits könnte eine hohe elterliche Unterstützung im Jugend- und jungen Erwachsenenalter nicht mehr altersgemäß sein. Im jungen Erwachsenenalter könnte emotionale Nähe zu eigenen Eltern in gewissem Sinne zu einer Falle werden, wenn sich junge Menschen um die Welt außerhalb ihres eigenen Kreises nicht kümmern".

Auch wenn die negativen Effekte elterlicher Unterstützung auf bürgerschaftliches Engagement nicht überschätzt werden sollten, so das Fazit der Psychologen, machen ihre Befunde doch ein Problem deutlich: Eine nach üblichen Maßstäben gute Erziehung alleine, ohne ausdrückliche Befürwortung zivilgesellschaftlicher Werte in der Familie, reiche nicht aus, um eine am Gemeinwesen engagierte Generation junger Erwachsener aufwachsen zu lassen.

Original-Publikation:
Pavlova, M. K., Silbereisen, R. K., Ranta, M., & Salmela-Aro, K. Warm and supportive parenting can discourage offspring's civic engagement in the transition to adulthood. Journal of Youth and Adolescence 2016, DOI:10.1007/s10964-016-0511-5

Quelle: https://www.uni-jena.de/Forschungsmeldungen/FM160704_Jugendliche_Engagement.html

Dr. Maria K. Pavlova
Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Center for Applied Developmental Science (CADS)
Semmelweisstraße 12, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 945921
E-Mail:

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