Warum jucken Mückenstiche?

Bremen (AfK) - Zurzeit müssen sich viele Menschen kratzen. Eine Mücke hat sie erwischt. Wieso aber jucken die Stiche eigentlich so sehr?

Im Sommer kann es immer passieren, dass eine Mücke uns sticht. Schon kurz darauf beginnt unsere Haut zu jucken. Rund um die Einstichstelle schwillt sie Mueckean. Es entsteht eine Quaddel. Für die Stiche verantwortlich sind nur die weiblichen Mücken. Sie wollen unser Blut haben. Das brauchen sie, um Eier bilden und schließlich für Nachwuchs sorgen zu können.

Die Mücken haben einen Saugrüssel. Der ist so gebaut, dass er unsere Haut einritzen kann. Es entsteht ein kleiner Schnitt. In den gibt die Mücke ihre Spucke. Mit den Stoffen darin sorgt sie dafür, dass das Blut nicht gerinnt. Es bleibt beim Saugen flüssig. Die Mücke kann sich bedienen. Wenn sie fertig ist, lässt sie wieder von uns ab. Den eigentlichen Stich, den merken wir meist gar nicht. Kurz danach aber spüren wir, was passiert ist. Denn die Haut juckt jetzt.

In der Spucke der Mücke sind verschiedene Proteine. Der Körper wehrt sich gegen diese fremden Stoffe. Er will sie wieder los werden. Das Jucken und Anschwellen sind so etwas wie eine Abwehrreaktion. Jeder Menschen reagiert dabei unterschiedlich. Bei manchen Leuten ist so ein Stich heftiger als bei anderen. Wer dem Juckreiz nachgibt, der tut sich nichts Gutes, sagen Fachleute. Üblicherweise juckt es dann noch mehr. Und die Stelle schwillt weiter an, wird heiß und rot. Gut ist es, einen Stich einfach zu kühlen. Das hilft.

Wenn die Mücken uns stechen, ist es egal, welche Blutgruppe wir haben, wie alt wir sind oder ob wir Mädchen oder Junge sind. Danach gehen die Insekten nicht. Was sie aber anlockt, sind Parfüm oder andere Duftstoffe. Wer darauf verzichtet, der zieht die Mücken nicht so sehr an. Er hat bessere Chancen, nicht gestochen zu werden.

Ein Mückenweibchen legt übrigens in kurzen Abständen bis zu 200 Eier in stehende Gewässer wie große Pfützen und überschwemmte Wiesen ab. Nach zwei Wochen schlüpfen die kleinen Mücken dann.

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